Geld-Glaubenssätze und ihr Einfluss auf uns

Inhaltsverzeichnis

Wie uns Geld Glaubenssätze aus der Kindheit beeinflussen (Vivian Aé und ihre Mutter)

Geld-Glaubensätze: Was wir aus unserer Kindheit mitnehmen – und warum sie uns bis heute beeinflussen

Unsere Einstellung zu Geld entsteht nicht erst, wenn wir unser erstes Gehalt verdienen oder eine Immobilie kaufen. Sie beginnt viel früher – oft schon in der Kindheit.

Ganz nebenbei übernehmen wir die Überzeugungen unserer Eltern, Großeltern oder unseres Umfelds. Manche davon begleiten uns ein Leben lang, ohne dass wir sie jemals hinterfragen. Dabei können genau diese sogenannten Geld-Glaubenssätze darüber entscheiden, wie wir sparen, investieren oder finanzielle Entscheidungen treffen.

„Über Geld spricht man nicht.“

Diesen Satz haben viele von uns schon einmal gehört. Vielleicht wurde zu Hause nie über Einkommen, Ausgaben oder Vermögen gesprochen. Geld war ein Tabuthema.

Die Folge? Vielen Erwachsenen fällt es heute schwer, offen über ihre Finanzen zu sprechen – selbst mit dem Partner oder der Partnerin. Fragen zu Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder finanziellen Zielen werden häufig aufgeschoben, weil das Thema unangenehm erscheint.

Dabei entstehen gute finanzielle Entscheidungen oft erst durch offene Gespräche.

„Reiche Menschen sind egoistisch.“

Auch dieser Glaubenssatz ist weit verbreitet. Wenn wir als Kinder vermittelt bekommen haben, dass Wohlstand automatisch mit Gier oder Rücksichtslosigkeit verbunden ist, entsteht unbewusst ein innerer Konflikt.

Denn wer möchte schon als egoistisch wahrgenommen werden?

Die Folge kann sein, dass wir Erfolg kleinreden, uns beim Thema Geld zurückhalten oder uns sogar unwohl fühlen, wenn wir finanziell gut dastehen.

Doch Geld macht keinen Menschen gut oder schlecht. Es ist ein Werkzeug. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

„Geld muss hart verdient werden.“

Viele Menschen sind mit der Überzeugung aufgewachsen, dass nur harte Arbeit gutes Geld verdient. Fleiß ist zweifellos wichtig. Problematisch wird es jedoch, wenn wir glauben, dass finanzielle Freiheit ausschließlich durch immer mehr Arbeit möglich ist.

Dann fällt es oft schwer, Themen wie Investieren, Vermögensaufbau oder passives Einkommen überhaupt in Betracht zu ziehen.

Wer diesen Glaubenssatz erkennt, kann anfangen, Geld nicht nur als Ergebnis von Arbeit zu sehen, sondern auch als etwas, das sinnvoll für einen arbeiten kann.

Warum es sich lohnt, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen

Geld-Glaubenssätze sind weder richtig noch falsch. Sie haben uns geprägt und oft auch geschützt. Doch nicht jede Überzeugung passt noch zu unserem heutigen Leben.

Fragen Sie sich einmal:

  • Welche Sätze über Geld habe ich als Kind häufig gehört?
  • Welche davon glaube ich heute noch?
  • Helfen mir diese Überzeugungen – oder bremsen sie mich?

Allein diese Reflexion kann ein erster Schritt sein, um bewusster mit Geld umzugehen und finanzielle Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen.

Mein Fazit: Finanzielle Bildung beginnt nicht mit Zahlen oder Produkten – sie beginnt im Kopf.

Wer seine eigenen Geld-Glaubenssätze kennt, versteht oft besser, warum bestimmte Entscheidungen leichtfallen und andere schwer. Und genau dieses Verständnis schafft die Grundlage dafür, neue Wege zu gehen und die eigenen Finanzen bewusst zu gestalten.

Welche Geld-Botschaft hat Sie in Ihrer Kindheit besonders geprägt? Ich freue mich, wenn Sie Ihre Gedanken dazu mit mir teilen.

Meine persönliche Erfahrung

Auch ich wurde durch die Einstellung meiner Eltern zum Thema Geld geprägt. Bis heute begleiten mich die Bewertungen meiner Mutter, wenn es um alltägliche Ausgaben geht. Viele Dinge wurden schnell als „zu teuer“ eingestuft und hinterfragt.

Gleichzeitig gab es Bereiche, in denen der Preis plötzlich keine so große Rolle spielte – nämlich dann, wenn es um Dinge ging, die ihr persönlich besonders wichtig waren oder als Luxus empfunden wurden.

Diese unterschiedlichen Maßstäbe haben mich lange beschäftigt. Noch heute ertappe ich mich dabei, bestimmte Ausgaben automatisch als „zu teuer“ zu bewerten, obwohl sie vielleicht sinnvoll oder ihren Preis wert sind. Dann hinterfrage ich bewusst, ob diese Einschätzung wirklich meine eigene ist oder ob ich damit lediglich einen alten Geld-Glaubenssatz übernommen habe.

Gerade diese Erkenntnis zeigt mir immer wieder: Unsere Beziehung zu Geld entsteht nicht über Nacht. Sie wird über viele Jahre geprägt – und genau deshalb lohnt es sich, sie hin und wieder bewusst zu hinterfragen.

Blog Finanz Hilfe für Frauen Vivian Aé Finanzberaterin

Hi, ich bin Vivi.

Die Autorin dieses Beitrags und an-die-Hand-Nehmerin beim Thema Finanzen. Für Frauen.
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